Papst Franziskus und Gerhard Ludwig Kardinal Müller

https://www.dw.com/de/vatikan-kardinal-m%C3%BCller-muss-abtreten/a-39501757

Papst nennt Kritik an Amtsführung «eine Ehre» und den Kardinal ein «Kind»

Gerhard Ludwig Kardinal Müller ehrt Papst Franziskus, indem er ihn (kontruktiv) kritisiert!

Zitat aus kath.net-Beitrag (Exklusiv-Interview mit Gerhard Ludwig Kardinal Müller): „So oder so: Franziskus ist der legitime Papst, dem wir die Ehrfurcht und den Gehorsam entgegenbringen, die wir ihm kraft seiner Bestellung zum Stellvertreter Christi auf Erden schulden und dem wir in kindlicher Liebe anhangen. Aber jeder kirchliche Würdenträger bleibt ein Bruder unter Brüdern und muss sein Heil in Furcht und Zittern wirken.“ Das erläutert der emeritierte Präfekt der Glaubenskongregation und frühere Bischof von Regensburg, Gerhard Ludwig Kardinal Müller, im KATH.NET-Exklusiv-Interview vom 5. September 2019.

Kardinal Müller antwortet: «Wir sollen uns vor Wölfen im Schafspelz hüten» und «Wir heißen Kinder Gottes und wir sind es»

Mit Blick auf kritische Einlassungen des ehemaligen Glaubenspräfekten Gerhard Ludwig Kardinal Müller sagte der Papst auf eine Journalistenfrage, Müller habe gute Absichten, sei dabei aber „wie ein Kind“. Wörtlich sagte Franziskus: „Er hat gute Absichten, er ist ein guter Mann. Der Papst mag ihn. Aber er ist wie ein Kind.“ Der Papst äußerte sich bei einer kurzen Begrüßung der mitreisenden Medienvertreter. Dabei wurde er auf Beiträge des früheren Chefs der Glaubenskongregation angesprochen, die teils eine distanzierte Sicht auf das aktuelle Pontifikat durchblicken ließen. (Vgl. kath.net-Beitrag Papst nennt Kritik an seiner Amtsführung «eine Ehre»)

„Papst Franziskus und Gerhard Ludwig Kardinal Müller“ weiterlesen

Wenn Begriffe unter den Hammer des Relativismus geraten

https://twitter.com/ingehannemann/status/903868853926715393

Ist die Würde des Menschen in Deutschland wieder antastbar?

Zitat aus kath.net-Beitrag (Vortrag von Kurienerzbischof Georg Gänswein zum Jahresempfang des Foyers „Kirche und Recht“): Sehr geehrte Damen und Herren! Dieser Ort und diese Stunde laden auf besondere Weise ein, nicht immer neue Themen ausfindig zu machen, sondern eher dazu, im geduldigen Dialog und in immer neuen Variationen darüber nachzusinnen, was unser Gemeinwesen in seinem Innersten zusammenhält. Eine ungefähre Skizze der Überlegungen, die ich Ihnen nun vortragen möchte, hatte ich bei meiner Zusage, die mir Erzbischof Stephan Burger, mein Heimatbischof, vor etwa einem halben Jahr abgerungen hatte, fast schon spontan im Kopf.

Nach einem Blick auf die Beiträge meiner Vorredner kann ich mich jetzt auch bestätigt fühlen, angefangen von den profunden Ausführungen Kardinal Lehmanns „Zum schiedlich-friedlichen Verhältnis von Staat und Kirche heute“, mit denen er die Reihe des Karlsruher Foyers „Kirche und Recht“ am 19. Juni 2007 begonnen hat, bis hin zu dem Vortrag im letzten Jahr von Professor Peter Dabrock, dem Vorsitzenden des Deutschen Ethikrates, zum Thema: „Die Würde des Menschen ist granularisierbar. Muss die Grundlage unseres Gemeinwesens neu gedacht werden?“

So komme auch ich als Deutscher und katholischer Priester, der an der römischen Kurie seinen Dienst tut, an dem Begriff der Menschenwürde nicht vorbei. Denn in diesem aus zwei Worten zusammengesetzten Begriff geben sich Religion und Recht gewissermaßen den Friedenskuss. Und wie könnte ich diesen wundersamsten Begriff unserer deutschen Verfassung gerade in dem Jahr übergehen, in dem das Grundgesetz seinen 70. Geburtstag feiert.

„Wenn Begriffe unter den Hammer des Relativismus geraten“ weiterlesen